Gemeinsame Sitzung des Landesfeuerwehrverbandes
und der Jugendfeuerwehr Sachsen am 02.02.2019 in Dresden

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Der Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes hat alle Verantwortlichen der Landesleitung und der Kreis- und Stadtverbände zu einer gemeinsamen Sitzung nach Dresden geladen. Vor allem ging es dabei um ein gemeinsames Verständnis aller Verantwortlichen im Bereich „Kinder in der Feuerwehr“.

So wurden in den letzten Jahren in Sachsen die entsprechenden Rahmenbedingungen, wie z.B. der Versicherungsschutz, für eine flächendeckende Einführung geschaffen. Das ursprünglich aus dem Fachgebiet der Brandschutzerziehung deutschlandweit entstandene Projekt hat in Sachsen mit mehr als 100 Kinder- bzw. Bambini-Feuerwehren eine Größenordnung erreicht, dass der Vorstand eine landesweit einheitliche Regelung herbeiführen wollte.

Hierbei gab es im Kern zwei Varianten wie die „Kinder in der Feuerwehr“ zukünftig organisiert werden sollten. Dabei gingen die Vorstellungen von einem eigenen Bereich der „Kinder in der Feuerwehr“, parallel zu der jetzigen Jugendfeuerwehr Sachsen, bis hin zu einer Projektgruppe die in der Jugendfeuerwehr eingegliedert sein sollte. Hierbei äußerten vor allem die Kreisverbände Ihre Bedenken geeignetes Personal für einen parallelen Aufbau einer eigenständigen Organisation dafür bereit stellen zu können. Letztendlich kam es dann zu dem Beschluss, dass einheitlich der Bereich „Kinder in der Feuerwehr“ landesweit in die Verantwortung der Jugendfeuerwehr übergeht. Bei der Jugendfeuerwehr Sachsen bedeutet dies, dass mit sofortiger Wirkung eine Projektgruppe „Kinder in der Feuerwehr“ beim Fachgebietsleiter für Brandschutzerziehung, Kamerad René Kohl, angesiedelt wird.

Als weiteres wichtiges Thema hat der Fachgebietsleiter für Ausbildung, Kamerad Sascha Mühleisen, das Thema Jugendleiterkarte (kurz JuLeiCa) erklärt. Die andauernden Diskussionen um die Notwendigkeit eines bundeseinheitlichen Qualifikationsnachweises für Kamerad/innen hat er anschaulich allen Verantwortlichen übermittelt. Dabei ging er von dem Erlass des Sächsischen Ministeriums des Inneren, bis hin zu der Ausbildungsrichtlinie der Jugendfeuerwehr Sachsen ein. Vor allem stellte er hier unmissverständlich klar, dass die Jugendleiterkarte für die Kinder in der Feuerwehr eine Pflicht darstellt, was wiederum bei den Jugendwarten nicht der Fall ist. Dass er dies aber allen dringlich rät hat er mit dem Darstellen der Paragraphen 831 und 832 des Bürgerlichen Gesetzbuches sehr gut erläutert. Letztendlich kann man es so zusammenfassen, dass jeder Wehrleiter persönlich dafür haftet, wenn etwas in der Jugendfeuerwehr passiert und sein Jugendwart nicht die entsprechende Qualifikation mit einer gültigen Jugendleiterkarte nachweisen kann. Nur die Jugendleiterkarte stellt durch Ihre 3jährigen Weiterbildungsschulungen ein entsprechendes Mindestmaß an Qualifikation sicher, was ein einmaliger Jugendwartlehrgang nicht gewährleisten kann.

Als weiteren Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit stellte der Fachgebietsleiter für Öffentlichkeitsarbeit, Kamerad Georg Seitz, das in Deutschland einmalige Qualitätssiegel der Jugendfeuerwehr Sachsen allen Beteiligten vor. Eine Steuerungsgruppe aus Jugendsprechern, Jugendwart/innen, Ausbilder/innen, Wehrleiter/innen, Vorstandsmitglieder der Jugendfeuerwehr Sachsen sowie Leitungskräfte der Kreisjugendfeuerwehren und Kreisfeuerwehrverbänden erstellten vor etwas mehr als 3 Jahren dieses einmalige Werk. Im Kern stellt das Qualitätssiegel die Arbeit der Jugendfeuerwehren in Sachsen auf den modernsten Stand und es wurde somit allen Verantwortlichen nochmals ans Herz gelegt dieses Wissen entsprechend an die lokalen Feuerwehren zu übermitteln. Eine erste Fachtagung findet in diesem Jahr am 23.03.2019 im Flughafen Dresden statt, zu der alle Interessierten recht herzlich eingeladen werden.

 Der Projektreferent des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, Kamerad Thomas Görner, stellte zusammen mit dem Projektmitarbeiter, Kamerad Thomas Kreher, das Projekt „Handeln, bevor es brennt!“ vor. Der Kerninhalt des Projektes ist das Gemeinschaftsleben und den Zusammenhalt in der Feuerwehr auszubauen und zu stärken. Neben den wichtigen Themen demokratische Kultur auch in der Feuerwehr zu verstehen und zu leben sind in den letzten Jahren auch sehr viele Fälle in der Konfliktberatung des Teams aufgetreten. Die beiden Kameraden haben für diese Aufgaben im Moment ein landesweites Team von 8 Beratern mit Mediationsausbildung um sich geschart, was laufend erweitert werden soll.

Als Verbandsvorsitzender resümierte Kamerad Andreas Rümpel am Ende, dass er die gemeinsam geführten Diskussionen zwischen den Feuerwehrverbänden und den Jugendorganisationen als sehr fruchtbar ansah. Sollte es Themen geben, kann eine solche Sitzung bei Bedarf auch in Zukunft wieder stattfinden.


 

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